GRÄFENHAINICHEN

Sanierungsgebiet "Gräfenhainichen-Altstadt"

Das Sanierungsgebiet erstreckt sich mit einer Fläche von 23 ha über die Altstadt von Gräfenhainichen.

Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen sind im Baugesetzbuch unter §§ 136 bis 164 b geregelt. Die Ausweisung dient der Behebung vorhandener städtebaulicher Missstände.

Grundlage für die Durchführung dieser Sanierungsmaßnahme ist die am 29.08.1995 vom Stadtrat beschlossene und mit ihrer Veröffentlichung am 16.10.1995 rechtskräftig gewordene Sanierungssatzung.

Seit Satzungsbeginn sind in großem Umfang Städtebauförderungsmittel des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Gräfenhainichen für sehr viele Sanierungsmaßnahmen eingesetzt worden. Das Gebiet hat sich seither, für jedermann sichtbar, positiv verändert.

Grundstückseigentümer und Bewohner profitieren von der Verbesserung im Gebäudebestand sowie der Umgestaltung und Aufwertung der öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. dem Gebäudekomplex Bibliothek mit Versammlungsraum und Archiv, der Paul-Gerhardt-Kapelle, der Aula des Paul-Gerhardt-Gymnasiums sowie der Straßen, Weg und Plätze.

Das Zentrum der Stadtsanierung, der Gräfenhainicher Marktplatz.

Der Wasserturm vor und nach der Sanierung.

Zur Attraktion wurde der 1996 aufgestellte Brunnen.


Der Stadtmühlenplatz in der Schloßstraße wurde 2011 neu gestaltet.

Auch der Kirchplatz hat nach der Sanierung seinen Kleinstadtcharakter bewahrt.

Die Sanierung des gesamten Fußgängerbereiches wurde am 16. Dezember 2004 abgeschlossen. Der gesamte Boulevard ist nun saniert.

Ausgleichsbeträge

Der Gesetzgeber sieht vor, in förmlich festgesetzten Sanierungsgebieten nach Abschluss der Gesamtmaßnahme Ausgleichsbeträge zu erheben. Der Ausgleichsbetrag entspricht dabei der durch die städtebauliche Sanierungsmaßnahme als Ganzes herbeigeführten Erhöhung des Bodenwertes des betroffenen Grundstücks.

Die Beteiligung der Eigentümer ergibt sich zum einen aus der Verpflichtung in Umsetzung des Baugesetzbuches und zum anderen auch aus dem Grundgesetz, das im Artikel 14 privates Eigentum nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbindet.

Eine zusätzliche Belastung der Grundstückseigentümer stellen die Ausgleichsbeträge nicht dar, da innerhalb eines Sanierungsgebietes für die Dauer der Sanierungsmaßnahme die sonst üblichen Erschließungsbeiträge im Sinne des § 127 Baugesetzbuch (BauGB) sowie Anliegerbeiträge nach dem Kommunalabgabengesetz Sachsen-Anhalt nicht erhoben werden.

Die Ausgleichsbeträge werden üblicherweise mit dem Abschluss des Sanierungsverfahrens fällig und per Bescheid durch die Stadt erhoben. Der Gesetzgeber eröffnet jedoch die Möglichkeit, den Eigentümern eine vorzeitige Ablösung nach § 154 BauGB mit der Gewährung eines Verfahrensabschlages anzubieten.

Hierzu hat der Stadtrat der Stadt Gräfenhainichen bereits am 16.02.2010 unter der Beschluss-Nr. 055/GHC/2010 einen entsprechenden Beschluss gefasst.

70 % der betroffenen Grundstückseigentümer haben sich an diesem Verfahren bereits beteiligt und den Ausgleichsbetrag unter Nutzung des jeweiligen Abschlags abgelöst.

Bis zur Bescheiderhebung ist die Stadt noch immer in der Lage einen 4%-igen Verfahrensabschlag zu gewähren.

Sanierungsgebiet „Werkssiedlung Kolonie Zschornewitz“

Seit über 20 Jahren werden im Sanierungsgebiet „Werkssiedlung Kolonie Zschornewitz“ die gestellten Sanierungsziele umgesetzt, so dass in fast allen Straßenzügen die Zeichen der Stadtsanierung zu erkennen sind.

Wesentliche Ziele waren:

• Abbruch von Nebengebäuden
• Modernisierung und Instandsetzung
• Straßenumgestaltung

Die bereitgestellten finanziellen Mittel waren auch Anlass für private Investitionen. So wurden Gebäude modernisiert und instandgesetzt, Freiflächen geschaffen und Ordnungs-maßnahmen durchgeführt.

Der Rathenauplatz vor dem ehemaligen Klubhaus

Kraftwerk-Straße und Carl von Ossietzky-Straße

Wilhelm-Kuelz-Straße

Bis 2017 stellte der sich in mitten des Sanierungsgebietes befindliche Gebäudekomplex der Straße des Friedens 14, den ortskundigen besser als „Klubhaus“ bekannt, als ein sehr großer städtebaulicher Missstand dar. Ein Eigentumswechsel konnte nach vielen Jahren des Leerstandes dennoch zur Erhaltung, Sanierung / Modernisierung und Nachnutzung dieses stadtbildprägenden Ensembles führen.

Zum Stand Ausgleichsbeträge

Die Stadt Gräfenhainichen ist, gemäß § 154 Abs. 1, Satz 1 Baugesetzbuch verpflichtet, die betroffenen Grundstückseigentümer zur finanziellen Beteiligung im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet "Werkssiedlung Kolonie Zschornewitz" mit einzuschließen. Die Ausgleichsbetragspflicht besteht grundsätzlich für alle Grundstückseigentümer in einem Sanierungsgebiet.

Bisher konnten 154 vorzeitige Ablösevereinbarungen abgeschlossen werden. Die damit erzielten Ausgleichsbeträge wurden ausschließlich dem Sanierungsgebiet „Werkssiedlung Kolonie Zschornewitz“ zur Verfügung gestellt.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 19.02.2019 für dieses Gebiet beschlossen, in Umsetzung des § 154, Abs. 6 BauGB, Vorauszahlungen in Höhe von 80 % des Ausgleichsbetrages zu erheben. Die sanierungsbedingten Einnahmen werden dem Einzelvorhaben „Anton-Saefkow-Straße“, welche in 2019 saniert werden soll, zugeführt.

Kultur & Freizeit in Gräfenhainichen

Paul-Gerhardt-Kapelle

Ständige Ausstellung über
Paul Gerhardt
Öffnungszeiten:
Di-So 14:00-17:00 Uhr

Buchdruckmuseum

Öffnungszeiten:
Di + Do 10:00 - 12:00 Uhr
und 13:30 - 18:00 Uhr
Mi geschlossen
Fr 10:00 - 12:00 Uhr
und 13:30 - 16:00

Ferropolis

Öffnungszeiten:
01.11. bis 31.03. Täglich 10:00-17:00 Uhr bzw. bis Einbruch der Dunkelheit
01.04. bis 31.10. Samstag, Sonn- und Feiertage 10:00 - 19:00 Uhr
Wochentags 10:00 - 18:00 Uhr

Schlossereimuseum

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 09:00-12:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Industriedenkmal Kraftwerk Zschornewitz

Öffnungszeiten:
Bis auf Weiteres keine Führungen

Schwimmhalle Lindenallee

Öffnungszeiten:
Mi+Fr 06:00-07:30 Uhr
Mo-Fr 15:00-20:00 Uhr
Sa 10:00 - 20:00 Uhr
So 10:00 - 12:00 und 14:00 - 18:00 Uhr

| Bürgertelefon: 034953 - 356 |

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